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Die CD-Reihe der Maulbronner Klosterkonzerte

Georg Friedrich Händel
Jephta
Oratorium in englischer Originalsprache und historischer Aufführungspraxis mit Emma Kirkby, Melinda Paulsen, Charles Humphries, Julian Podger, Stephen Varcoe, Maulbronner Kammerchor, Barockorchester der Klosterkonzerte Maulbronn. Künstlerische Leitung: Jürgen Budday
2 CDs mit Begleitheft, Spielzeit ca. 150 Minuten, DDD
EUR 25,-

Hörproben (mp3): http://www.kuk-data.de/kuk/mp3/handel-jephtha/

Jephtha war das letzte großdimensionierte Werk Händels. Geschrieben 1751 in London. Das Werk wurde am 26. Februar 1752 im Covent Garden uraufgeführt, wobei die Titelrolle der damals wohl berühmteste und beste englischsprachige Sänger, der Tenor John Beard übernahm. Jephtha ist Händels letztes dramatisches Werk, gleichzeitig aber sein poetischtes Oratorium. Die Spannung liegt weniger in der Handlung als vielmehr im inneren Moment der unauflöslichen Einsamkeit Jephthas. Der tragische Konflikt um die Opferung seiner Tochter findet am Ende doch noch eine Wendung zum Guten, entgegen der alttestamentarischen Vorlage. Die Musik selbst ist von überwältigender Eindringlichkeit und Schönheit.

Die Aufführung:

Diese Konzertaufnahme ist Teil eines Zyklus alttestamentarischer Oratorien von Georg Friedrich Händel, die im Rahmen der Klosterkonzerte Maulbronn über mehrere Jahre hinweg aufgeführt werden. Grundlage der Reihe ist die Verbindung barocker oratorischer Musik in historischer Aufführungspraxis mit dem akustisch und atmosphärisch optimal geeigneten Raum der einzigartigen Basilika des Weltkulturerbes Kloster Maulbronn. Dieser Idealort verlangt geradezu nach der Durchsichtigkeit des Musizierens und der interpretatorischen Freilegung der rhetorischen Gestik der Komposition, wie sie durch die historische Aufführungspraxis in besonderer Weise gewährleistet ist. So wird ausschliesslich mit rekonstruierten historischen Instrumenten musiziert, die in der zu Lebzeiten des Komponisten üblichen Tonhöhe gestimmt sind (a' = ca. 415 Hz).

Rezensentenstimmen
Dr. Karl Georg Berg schreibt in der Tageszeitung "Die Rheinpfalz":

"Die Edition Kloster Maulbronn der K&K Verlagsanstalt beginnt gleichsam als Paukenschlag mit einer "Jephtha"- Gesamtaufnahme. Bei der Einspielung des genialen Spätwerks in der englischen Originalsprache und in historischer Aufführungspraxis mit alten Instrumenten wirken als Solisten so renommierte Sänger wie die englische Sopranistin Emma Kirkby als Iphis, der Countertenor Charles Humphries als Hamor und der Bassist Stephen Varcoe als Zebul mit. Die Titelpartie singt der Tenor Julian Podger, Storge und der Engel werden von Melinda Paulsen gesungen. Die auch klangtechnisch hervorragend gelungene Einspielung dokumentiert den hohen Rang der Maulbronner Klosterkonzerte und liefert in der "Jephtha"-Diskografie eine äußerst interessante und hörenswerte Variante zu den Aufnahmen von Harnoncourt, Gardiner und Creed... Eine sehr impulsive und lebendig bewegte Wiedergabe mit prägnanter Gestalt."

Die Stuttgarter Zeitung beschreibt diese Aufnahme so:

"Budday setzt konsequent auf historische Aufführungspraxis... Mit Erfolg: Das Barockorchester der Klosterkonzerte musiziert durchsichtig und mit viel Klangbewußtsein, dazu kommt ein sehr bewegliches Continuo, welches das dramatische Geschehen rhythmisch unterstützt. Glanzpunkte dieser Aufnahme sind allerdings die Chorsätze:

Homogener und klarer artikulierende Chöre als dieser sind schwer zu finden. Dazu kommt eine illustre Solistenequipe mit überragenden Könnern ihres Fachs..."


Die Mitwirkenden
Emma Kirkby
(Sopran): Nach dem Studium der klassischen Philologie in Oxford trat Emma Kirkby 1971 dem Taverner Choir bei und begann zwei Jahre später ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Consort of Musicke. Zusammen mit der Academy of Ancient Music und und dem Consort war sie an frühen Decca Florilegium - Aufnahmen beteiligt. Emma Kirkby hat in über hundert Aufnahmen mit Werken wie Hildegard von Bingen, italienischer und englischen Renaissancemusik, Barockkantaten und -oratorien mitgewirkt.

Melinda Paulsen (Mezzosopran): Nach einem Musikstudium und dem "Bachelor Of Arts" mit Auszeichnung kam sie 1988 nach Deutschland und setzte ihr Gesangsstudium an der Münchner Musikhochschule bei Prof. Daphne Evangelastos in der Meisterklasse fort, die sie 1991 abschloß. Danach engagierte sie das Opernstudio des Bayerischen Staatstheaters. 1992 gewann sie den Internationalen ARD-Wettbewerb. Melinda Paulsen singt unter so renommierten Dirigenten wie Helmut Rilling, Enoch zu Guttenberg, Rafael Frühbeck de Burgos u.v.a.. Zur Zeit ist sie Lehrbeauftragte für Gesang an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.

Charles Humphries (Altus, Countertenor) ist einer der meistgefragten jungen Countertenöre. Während er noch bei Michael Chance und James Bowman studiert, singt Charles Humphries mit vielen der führenden Barockensembles in Europa: mit dem Kings Consort unter Robert King, dem Gabrieli Consort unter Paul McCreesh und mit John Eliot Gardiner. Mit den Wiener Sängerknaben spielte er eine Aufnahme des "Messias" ein. Auch im Bereich der Oper ist Charles Humphries erfolgreich. 1996 und 97 sang er den Othniel bei den beiden Aufführungen im Rahmen der Maulbronner Klosterkonzerte und ging anschließend mit John Elliot Gardiner mit der H-moll Messe von Bach auf eine Tournee durch Korea und Japan.

Julian Podger (Tenor) ging in Kassel zur Schule und begann dort seine Karriere als Sänger und Dirigent. 1987 studierte er mit einem Chorstipendium Musik am Trinity College in Chambridge. Als Dirigent und Sänger war er dort maßgeblich an der Originalaufführungspraxis Alter Musik beteiligt. Heute ist Julian Podger ein gefragter Solist oratorischer Aufführungen. Mit dem Scholars Baroque Ensemble hat er Aruen aus Bachs Johannispassion aufgenommen und singt regelmässig den Evangelisten. Soloauftritte mit Paul McCreesh, Christopher Hoogwood, John Eliot Gardiner und der Musica Antiqua Köln unter Reinhard Göbel sowie eine Aufnahme mit Andrew Parott sind Stationen seiner Laufbahn. Julian ist ebenfalls Mitglied von Gothic Voices mit Christopher Page, einem führenden Ensemble für mittelalterliche Musik und tritt häufig mit den Gabrieli Consort, London Baroque und den Tallis Scholars auf.

Stephen Varcoe (Bass) hat sich als einer der vielseitigsten Bassisten Englands einen Namen gemacht. In Opern, Konzerten und Liederabenden hat er in Europa, den Vereinigten Staaten und in Asien sein reichhaltiges Repertoire dem Publikum dargeboten. Er ist u.a. mit dem Royal Philh. Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Philh. Orchester von Radio France und dem Kings Consort aufgetreten und hat mit vielen namhaften Dirigenten unserer Zeit zusammengearbeitet. Sein Repertoire umfasst geistliche Musik vom Barock bis zur Moderne. Über 100 Aufnahmen im Rundfunk und auf CD belegen sein außerordentliches Können.

Das Barockorchester der Klosterkonzerte widmet sich seit 1996 der Wiederaufführung unbekannter Werke des 17. und 18. Jahrhunderts aus dem österreichischen und süddeutschen Raum. Das Repertoire reicht von der Suite des französischen Barock über deutsche und italienische Instrumentalwerke bis zur Literatur der Klassik.

Der 1983 gegründete Maulbronner Kammerchor unter seinem Leiter Jürgen Budday zählt heute zu den Spitzenchören Deutschlands. Das Ensemble erarbeitet sich jährlich neben einem barocken Oratorium ein geistliches und ein weltliches a cappella-Programm, wobei der Schwerpunkt auf der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts liegt. Erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter der Sieg beim 5. Deutschen Chorwettbewerb in Regensburg 1998, belegen dessen außerordentliches musikalisches Niveau. Der Maulbronner Kammerchor erhielt u.a. Einladungen zu den Ettlinger Schlossfestspielen, in die Kammermusikreihe der Dresdner Philharmonie, zu den Kreuzgangkonzerten im Kloster Walkenried, zu den 1. Internationalen Festtagen Geistlicher Musik in Rottenburg, zum Europäischen Musikfest Passau, zum Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd oder zum Europäischen Musikfest Stuttgart (Bach-Akademie Stuttgart). Es ist dem Kammerchor auch auf internationalem Parkett gelungen, sich einen Namen zu machen. Die Debüt-Tournee 1983 durch die USA, mit Konzerten u.a. in New York und Indianapolis, wie auch die Konzertreisen durch mehrere europäische Länder, Israel und Argentinien (1993, 1997), Südafrika, Namibia (2001) trafen bei Publikum und Rezensenten gleichermassen auf begeisterte Resonanz. Im Herbst 2003 folgte die dritte Südamerika-Tournee mit Konzerten in Argentinien und Uruguay.

Jürgen Budday ist Kirchenmusikdirektor und künstlerischer Leiter der Klosterkonzerte Maulbronn, der Kantorei Maulbronn und des Maulbronner Kammerchores. Er studierte an der Stuttgarter Musikhochschule Schulmusik, Kirchenmusik und Musikwissenschaft und lehrt seit 1979 am Evangelisch-theologischen Seminar Maulbronn. Für seine musikpädagogische und künstlerische Arbeit erhielt er u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande und den Bruno-Frey-Preis der Landesakademie Ochsenhausen. Seit 2002 führt Jürgen Budday auch den Vorsitz im Beirat Chor des Deutschen Musikrates. Unter seiner künstlerischen Leitung entstanden etliche Konzertaufnahmen, die internationale Beachtung fanden und höchstes Kritikerlob erhielten. Darunter u.a. die Händel-Oratorien "Samson", "Judas Maccabäus", "Saul", "Solomon", "Belshazzar" und "Messiah" u.a. mit Michael Chance, Nancy Argenta und Stephen Varcoe.

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